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Wohnzimmerschrank Rustikal

Wer in den kommenden Wochen Oktoberfest feiern will, muss dazu längst nicht mehr nach München reisen. Blau-weiß geschmückte Zelte, volle Maßkrüge, knackige Brezn und zünftige Blasmusik findet man heutzutage selbst in Tokio, Kapstadt, Münster oder Cincinnati. Die größte Volksfestivität der Welt ist ein Exportschlager – sogar bis in die eigenen vier Wände hinein. Denn Mobiliar im Wiesn-Stil ist neuerdings auch fernab der Alpen gefragt.

Wohnzimmerschrank Eiche Rustikal Massiv

Wohnzimmerschrank Eiche Rustikal Massiv | Wohnzimmerschrank Rustikal

Anbauwand Wohnwand Eiche rustikal Wohnzimmerschrank Schrank Wohnzimmer

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Was einst mit Bierbänken und Weißbiergläsern begann, reicht inzwischen bis zu Schafwollteppichen, Edelweißtöpfen und Melkschemeln aus Tirol, die Anhänger von alpinem Interieur in ihre Hamburger, Düsseldorfer oder Berliner Wohnungen tragen – und das nicht bloß, um während des Oktoberfestes daheim ein wenig Hüttengaudi zu veranstalten.

Rustikale Einrichtung hat jetzt (wieder) ganzjährig Konjunktur. Galten schwere Eichenschrankwände und Bauerntruhen vor Kurzem noch als bürgerlich und spießig, feiert das Zünftige, Grobe und Urwüchsige derzeit in vielen Wohnzimmern ein Comeback. Für Ursula Geismann vom Verband der deutschen Möbelindustrie liegt die Erklärung auf der Hand: “Je digitaler und damit kühler die Welt wird, desto mehr sucht der Mensch nach Echtheit, Wärme und Identität.”

Wohnzimmerschrank Eiche Rustikal Massiv

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Von der fortschreitenden Globalisierung und Modernisierung überfordert und verschreckt, wählten viele den Weg zurück zu Natur, Einfachheit und Tradition, sagt die Expertin. Dass nun ausgerechnet Gamsgehörne, rot-weiß karierte Bettwäsche und Fichtenholzstühle mit Herzchen in der Lehne eine Renaissance erleben, habe damit zu tun, “dass es für viele Deutsche nichts Authentischeres und Heimatlicheres gibt als Dinge, die aus Bayern beziehungsweise den Alpen stammen”, meint Ursula Geismann.

Ein Stück Alpen für Zuhause, danach suchen auch die Kunden von Jutta Schönberger. Vor sieben Jahren gründete die Betriebswirtschaftlerin in Stuttgart ihren Onlineshop Alpenweit, der mit handgefertigten Möbeln, Wohnaccessoires und Delikatessen aus Tirol, den Dolomiten oder der Schweiz handelt. Inzwischen hat sie 2000 Produkte im Angebot und ein zusätzliches Ladengeschäft in Stuttgarts Norden eröffnet. Alpine Einrichtung stehe für ein bestimmtes Lebensgefühl, für Ruhe und Geborgenheit, aber auch für Abstand und Freiheit, wie man sie nur in den Bergen spüre, erklärt Schönberger.

Das Alpenweit-Sortiment ist entsprechend divers: Neben altmodischen Waschzubern oder verbeulten Milchkannen im Trödelladen-Stil enthält es modern gestaltete Herzchenstühle, das neueste Gmundner Hüttengeschirr oder gemütliche Kaminvorleger aus Lammfell.

Ein ähnliches Potpourri aus kitschigen Alpenaccessoires und betulichen Hüttenmöbeln findet sich im Onlineshop Wohlgeraten, den die Hanseatin Charis Stank in Hamburg betreibt. Deutlich handfester wiederum wird der sogenannte Chalet-Chic bei großen Handelsplattformen wie Möbel24 oder Maisons du Monde interpretiert, wo derzeit Hocker mit Kuhfellbezug, Esstische im Used-Look oder Lampen mit Feuerholzfüßen hoch im Kurs sind.

Es zählt im Allgemeinen weniger das Aussehen. “Das Wichtigste ist das Material”, sagt Ursula Geismann. Ob aus Holz, Stein, Metall, Wolle, Filz oder Leinen – je natürlicher die Werkstoffe, desto authentischer wirke die Einrichtung, desto glücklicher seien die Kunden. Diese Erfahrung hat auch Alpenweit-Chefin Jutta Schönberger gemacht: “Am besten verkaufe ich Produkte, die aus naturbelassenem Filz oder Zirbelholz gefertigt sind.” Letztere sind gerade deshalb so beliebt, weil sie angeblich magische Kräfte haben: So sollen Möbel aus dem Holz der duftenden Zirbelkiefer den Blutdruck senken, den Kreislauf fördern und den Schlaf verbessern. Bewiesen ist das jedoch nicht.

Auch wenn massive Holzarten den Hüttenstil dominieren – auf feines Design müssen Liebhaber alpiner Einrichtung dennoch nicht verzichten. Einige Naturholzmöbelhersteller aus den Alpenländern beweisen längst, dass Ursprünglichkeit und Modernität durchaus Hand in Hand gehen. Dazu gehört das österreichische Traditionsunternehmen Voglauer mit seinen Esstischen, Wohnzimmerschränken und Doppelbetten, die zwar aus alter Eiche gezimmert wurden, dank zeitgemäßer Formen aber nicht im Entferntesten an “Eiche Rustikal” erinnern.

Auch die Firma Team 7 setzt auf Handwerkskunst und Holzqualität, ohne im Biedermeier stehen zu bleiben. Die naturhölzernen Couchtische, Küchenzeilen und Wohnwände des 1959 in Ried am Innkreis gegründeten Betriebes haben bereits etliche Designpreise gewonnen.

Noch recht neu im Geschäft ist hingegen Frank Artus aus Garmisch-Partenkirchen. Vor vier Jahren erfand er den “Alpenkorb” – einen Strandkorb für die Berge. Ob mit Kuhfellkissen, Holzbank, Milka-Kuh oder Heidi-Emblem: Bis zu 150 der alpinisierten Sitzmöbel stellt der Bayer inzwischen pro Jahr von Hand her. Beliebt seien sie angeblich nicht nur bei Hüttenbesitzern und Almwirten in mehreren Hundert Metern Höhe, sagt Artus. Gerade erst habe er einen seiner robusten Alpenkörbe an die Adresse einer Familie in Hamburg geliefert.

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