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Wohnzimmer Ideen Chalet

«Kunsthaus Interlaken» steht auf dem kleinen Auto, das sich in beschaulichem Tempo die kurvige Strasse nach Habkern hinaufschlängelt. Hinter dem Steuer sitzt Heinz Häsler und erzählt angeregt von seinen chinesischen Gästen.

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Gemeinsam mit der Firma Caran d’Ache, den Jungfraubahnen und Interlaken Tourismus betreut der Leiter des Kunsthauses in Interlaken die Maler und ihr Begleitteam während ihres Aufenthalts im Berner Oberland. In ihrer Heimat sind Zhou Jingxin, Liu Yi, Xu Gang und Liang Yu angesehene Künstler. Sie haben sich allesamt auf die traditionelle Chinesische Malerei (siehe Kasten) spezialisiert und sich im Rahmen ihrer langjährigen Ausbildung einen Namen gemacht. Die Idee des zweiwöchigen Aufenthalts in der Jungfrau Region wäre ursprünglich gewesen, dass die Künstler gemeinsam mit ihrem Übersetzer, dem Professor für Kalligrafie an der Universität Genf Wang Fei, Tagesausflüge zu den berühmten Orten der Region machen. «Aber das Wetter war letzte Woche so schlecht, dass viele Ausflüge buchstäblich ins Wasser gefallen sind», erzählt Heinz Häsler, während er einem breiten Geländemäher ausweichen muss. Für die Gäste aus Fernost sei das aber nicht weiter tragisch gewesen. Ganz im Gegenteil. «Sie scheinen sich in Habkern sehr wohl zu fühlen und verbringen ihre Zeit am liebsten draussen in der Natur, wo sie sich hinsetzen und malen.»

Wenn auch aus der Zeit von etwa 1500 vor Christus kaum Werke vorhanden sind, so werden in einigen Dokumenten doch Namen von einzelnen Künstlern genannt. Im Gegensatz zur Malerei des Westens ist die Malerei Chinas nicht um Originalität und einen «persönlichen» Stil bemüht. Vielmehr führt sie eine Schultradition fort; viele Maler finden erst im hohen Alter einen eigenen Stil. Dies bewirkt eine gewisse Zeitlosigkeit chinesischer Bilder.

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Während westliche Maler sehr viel Mühe auf die Darstellung von Licht und Schatten verwenden, stellt ein chinesischer Tuschmaler Schärfe oder Kontur vor allem durch den gezielten Einsatz der nassen beziehungsweise der trockenen Maltechnik dar, die den bekannten daoistischen Yin-Yang-Gegensatz im Bereich der Kunst widerspiegelt. Der nasse Strich steht dabei für das weibliche, weiche, diffuse Yin-Prinzip, der trockene für das männlich-harte und lichte Yang. Da chinesische Landschaftsbilder oft auch der Meditation dienen, verzichten die Maler auf den übermässigen Gebrauch von Farbe, die den Betrachter nur ablenken würde.

In China verlangt das Studium dieser traditionellen Malerei einen langen Lernprozess und sehr viel Übung. Der Schüler kopiert die Bilder seines «Meisters», die oft selbst Kopien älterer Werke sind, sodass oft ein Bild von Generationen von Schülern in deren jeweils eigenem Stil gemalt wird. Die Schüler eignen sich möglichst viel Theorie und Praxis an, um mit überlieferter Technik ein ganz eigenes Original zu schaffen.

Im Vorgarten des Hauses «Maienzyt» ist es sehr ruhig, als Häsler beim Haus gegenüber sein Auto parkt. Er steigt aus und schüttelt amüsiert den Kopf. «Ihr Mittagsschlaf ist ihnen sehr wichtig, vor 15.00 Uhr stehen sie meist nicht auf.» Es ist kurz vor 16.00 Uhr – die Maler sollten also wach sein. Im ersten Stock des Hauses angekommen, wird Heinz Häsler von Professor Wang Fei auf Französisch begrüsst und ins Haus gebeten. Der grosse Küchentisch im hinteren Teil des Hauses wird sofort aufgeräumt, um für die Gäste Platz zu machen. Einer der jüngeren Künstler macht sich daran, frischen Tee zu kochen, und schnell füllt es das behagliche Chalet mit angenehm exotischem Teegeruch. Nach einer Weile betritt ein weiterer Mann den Raum. An ihm scheint jedoch etwas anders zu sein. Das Verhalten der vier chinesischen Gäste, die schon vorher da waren, verändert sich schlagartig. Ein Stuhl wird für ihn zurechtgerückt, frischer Tee wird nachgeschenkt, die Tasse etwas näher zu ihm hingeschoben. Zhou Jingxin heisst der Herr. Er ist der Dekan des «Nanjing Art Institute of Chinese Painting» und damit der Vorgesetzte der anderen drei anwesenden Maler, die ebenfalls als Professoren oder Doktoren an der Universität in Nanjing tätig sind – allesamt würden sie in China zu den Besten ihrer jeweiligen Gebiete gehören, erzählt Professor Fei. Es war seine Idee, die Künstler in die Schweiz zu bringen.

Vom Besuch in der Jungfrau Region sollen beide Seiten profitieren. Die Maler möchten durch das Beobachten und Studieren der unbekannten Landschaften zu neuen Maltechniken inspiriert werden, im Gegenzug soll durch die Präsentation der entstandenen Arbeiten in China Werbung für das Berner Oberland gemacht werden.

Einer nach dem anderen berichten die Maler, wie bereichernd diese Zeit in Habkern und der Schweiz für sie sei. «Die Landschaften, Blumen und Tiere in China kennen wir mittlerweile und haben entsprechende Maltechniken dazu entwickelt», erklärt Zhou Jingxin. «Durch die Konfrontation mit dieser für uns ungewohnten Umgebung werden wir gewissermassen dazu gezwungen, uns neue Techniken einfallen zu lassen.» Dank dieser Auseinandersetzung mit einer «fremden» Welt sollen neue Impulse für die traditionelle Chinesische Malerei entstehen. Diese bewege sich in einem relativ engen Rahmen und könne von einem solchen Austausch nur profitieren, so der Dekan.

Auf einem kleinen Rundgang durch die Räumlichkeiten des Chalets «Maienzyt» zeigen die Chinesischen Künstler, wie und wo sie malen. Ausgerüstet mit Pinseln aus einem elastischen Kern aus Wieselhaaren, umgeben von längeren Ziegen- oder Hasenhaaren und schwarzer Tusche, bemalen sie das hauchdünne Papier mit gekonnten Bewegungen. Stehend vor der Staffelei, sitzend an einem Schreibtisch oder gleich draussen auf einem Campingstuhl malen die Künstler aus Fernost tagein und tagaus.

Die Werke, welche während dieser Zeit entstanden sind, werden nicht nur in China zu bewundern sein. «Im nächsten Jahr wird es bei uns im Kunsthaus eine Ausstellung mit einer Auswahl der Arbeiten geben», erzählt Heinz Häsler. Mit einer solchen Ausstellung erhofft sich Häsler auch einige Besucher, die ihre Ferien in Interlaken verbringen. Dass das funktionieren kann, konnte er in vergangenen Jahren bereits feststellen. «Der Zugang zu gewissen Bereichen der Kultur kann in China sehr eingeschränkt sein», weiss der Leiter des Kunsthauses. Und weil während der Kulturrevolution viele Werke zerstört wurden, gäbe es eine Vielzahl an chinesischen Touristen, die die Chance nutzen, ihre eigene Kultur ausserhalb der eigenen Landesgrenze besser kennenzulernen.

Zum Abschluss dieses Besuchs in Habkern steht Heinz Häsler erneut im Vorgarten des Chalets und bespricht das nächste Ausflugsziel mit Übersetzer Wang Fei. Der Höhepunkt der Reise steht am Folgetag auf dem Programm – ein Besuch auf dem Jungfraujoch. Im Gegensatz zum Grossteil ihrer Landsleute sind die chinesischen Maler noch nicht restlos überzeugt von diesem Ausflug. Heinz Häsler wird das Möglichste versuchen, sie dafür zu begeistern. Als er wieder ins Auto steigt, um zurück nach Interlaken zu fahren, ist er sich seiner Sache aber noch nicht ganz sicher. «Hoffentlich klappt das morgen, diese Chance sollten sie doch nutzen, wenn sie schon mal hier sind.» Vielleicht bleiben die Künstler lieber noch einen Tag in ihrem Chalet in Habkern – und malen.

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